Ab und zu schreib ich kleine „kurzgeschichten“, ich möchte sie euch nicht vorenthalten und hoffe euch gefallen sie. Einige haben mit dem Online-Spiel WoW zu tun. Andere sind hmm naja, manchmal etwas unfertig „tragisch“, einfach mal zum schmökern für euch !
1. Geschichte
Früher, als es noch kein World of Warcraft gab, hatte ich so etwas wie ein reales Leben. Jaaaa, so eins wo ich so um 9 aufstand, gemütlich mit meiner Frau gefrühstückt hab und mit ihr den Tag verbrachte.
Heute ist das anders.
Ich renne von der Arbeit nach Hause.
Mir kribbelt es schon in den Fingern, ich merke umso näher ich der Haustür komme, wie mich eine innere Unruhe erfasst. Meine Hände ertasten den Schlüsselbund.
Ah da ist er ja. Ich merke wie schwitzig sie schon sind. Kaum bin ich im Haus drin, werfe ich meine Schuhe in eine Ecke und reiße mir die Jacke vom Körper.
Hmm, hoffentlich hat meine Frau mir was gekocht. Ich schlinge das von ihr gemachte Essen runter höre ein: „oh, schatz nicht schhhhhhhhhooon wieder“ und renne zum PC.
Mein Heiligtum, mein ganzer stolz! Ich drücke den Powerknopf und dann…..
Stille…Oh mein Gott, was ist passiert? Das Haus ist in Dunkelheit gehüllt. „Schatz“ brülle ich, „geh sofort und mach die Sicherung wieder rein!“—Nichts rührt sich.
Langsam merke ich wie Panik in mir aufsteigt. Nein, alles nur das nicht. Ich renne zum Sicherungskasten und stolpere über Koffer und Kisten, aber anstatt mich zu wundern schrei ich nur „FUUUUUUUUUUUUUUUUUU“ und drücke die Sicherung rein. Schnell wieder zurückgehastet an den PC. Endlich!
Doch kaum hab ich mich auf meine vier Buchstaben gesetzt und noch mal meinen geliebten Powerknopf gedrückt.
Zack ist es wieder Stockdunkel!
Ich rufe: „Man du olle Orckuh, mach hinne, ich brauch Strom!“ und konzentrier mich schon mal voll drauf gleich einzuloggen. Schon wieder passiert nix.
Ich knackse mit den Fingern und seufze. Die Horde von heute, ist auch nicht mehr das was sie mal war. Ich renne zum Sicherungskasten, auf dem Weg fällt mir der freie Flur auf, ich drücke aber schnell die Sicherung wieder ein und wende mich meinem Baby zu. Liebevoll streichele ich meinen Computer und drücke ein letztes Mal den runden schönen Powerknopf.
Erst nachdem ich das Brummen meines PCs höre, geht es mir endlich gut. Ich schalte erst einmal meine Wow-Musik an (natürlich „die Horde rennt)“, lehne mich zurück und starte WOW.
Völlig vergessend, dass heute ein Tag ist, an dem ich sonst immer schlechte Laune krieg. MITTWOCH.
Natürlich?! Voll vergessen, der neue Patch sollte ja rauskommen. Wie hieß der? Patch 1.9.? Hmm, ich suche nach ´nem schnellen Download, werde im Forum meiner Gilde findig und fange an zu laden. Dann hopse ich zu meinen Mitkranken ins Teamspeak. Endlich unter Gleichgesinnten. Die bOOns aus der anderen Welt vergesse ich schnell. Die Stimmen klingen wie Musik in meinen Ohren…“looooooooooool, ich grabbel, pass auf pass auf…..WOw ftw….wtf, pass doch ma auf du ScheissbOOn….man du Pissarsch, jetzt habe ich Warsong deinetwegen verloren, heul doch, fuuuu, es lagt, rofl….“
Ja, ich bin zu Hause bei meiner „Familie“! Nun bin ich fertig mit dem downloaden. REeeeealm ich komme!!…
Mein Handy klingelt, ich habe absolut keine Lust ranzugehen.
Wer wagt es zu stören? Ich schaue dann doch völlig entnervt auf das Display! mein Chef. Auch das noch.
Kann die alte Labertasche nicht nen anderen Tag sich aussuchen? Völlig sauer knirsche ich ein „ja, bitte?“ in den Hörer und hoffe dass diese Unterhaltung nicht mehr als eine Minute dauert. Ich höre nur ein „Schmidt, Sie sind gekündigt!“
Ja /(slash)jubeln! Sage:„Och, vielen Dank“ und lege auf. Na, endlich keine nervende Bank. Nie wieder die Visagen dieser glattrasierten Möchtgerngeldhaber und IchhabeGeldtussies. Ich könnte die Welt umarmen.
Endlich bin ich im Spiel drinnen und kann all meine Freunde sehen. Meine Hände nähern sich dem Normalzustand…Hmm, ich hab ein Hungergefühl im Bauch. /(slash)herbeiwinken „Weib, mach mir was zu essen!“ Ich muss mich erst einmal anmelden, will ja schließlich einen Rang aufsteigen. Rang 14 will ich, bin ja schon 13.
Na ja, die letzten Wochen musste ich oft genug einen auf krank machen, um ihn zu schaffen.
Ahh, Warsong, gegen wen spielen wir wohl diesmal?
Randomgruppe. Na, toll…
Schnell abgesprochen wo wer hingeht und schon geht es los. Aber oh schreck! Was ist das? Stand bild -.-. Ich könnte kotzen.
Ein dickes fuu auf den Anbieter des Spiels. Ich sage schnell relogge und starte neu. Als ich wieder on komme, sehe ich rechts oben einen neuen Button. Oh man, hat mir der Hordie noch nen Fluch auferlegt oder was?
Was ist DAS denn? DESERTEUR?
Meine Laune sinkt langsam, was ist das? Oh, neeeeeeeeeeeeein, ich kann 15 Minuten nicht spielen?
Ich rechne nach, wie viel Ehre mir gerade verloren geht. Noch 15 Minuten bis zur Anmeldung und nun heißt es warten.
Ich habe immer noch Hunger, wo bliebt das Verflixte Weibsbild mit was zu essen? Seufzend renne ich zum Kühlschrank und suche nach einem Monsteromlett, Dalarenschaf und eiskalter Milch. Findig geworden, hol ich mir noch Bourbone und setzet mich an den Rechner zurück. Irgendwie hätte ich gerade Lust…… Wo meine Frau wohl gerade ist? Nein, solche Gedanken will ich gerade gar nicht haben. Mein Liebesleben muss warten…
In memoriam an mein Liebesleben, zünde ich bevor ich mich fürs Arathi, die Warsongschlucht und das Alteractal angemeldet habe, eine Kerze an.
Man schon wieder will die Scheissgilde nach UBRS, Strath oder sonst irgendwelche Instanz. Alter, ich will meinen Rang. Vorher geh ich nirgendwo mit.
MC? Nein, da geh ich nicht hin…Onyxia…hmm, ob ich die mit in der Warteschleife schaffe?…
Schnell die blöde Drachentusse gelegt und schon wieder bin ich wieder am Horde verkloppen-
Nach 15 Stunden intensiven PVPS, fallen mir die Augen zu.
Die Kerze habe ich natürlich vergessen. IM TS labern sie munter weiter, stört mich nicht weiter, ich bin ja im Land meiner Träume.
Dass es plötzlich im Zimmer komisch riecht, bemerke ich auch nicht, da ich ja schlafe, auch das knisternde Geräusch überhöre ich.
Ich träume von schönen Menschen, Nachtelfen, Gnomen, und Zwergen. Gerade kommt eine schöne Nachtelfe auf mich zu und und…boah mir wird’s warm. Nein, mir wird heiß, aber holla. Ich fühle mich in meinem Traum gar nicht mehr wohl, so heiß war mir noch nie. Als das Nachtelfengirl sich über mich beugt höre ich ein „Feuer!“ im Headset und werde aprupt wach. Ich blinzele noch, weil es schon sehr hell im Zimmer ist und dann weiten sich meine Augen vor Schreck. Es brennt…Schnell packe ich mein Baby, mein ein und alles und bringe es mitsamt meinem Flachbildschirm ins Auto. Da wir ebenerdig wohnen, ziehe ich hektisch am Wasserschlauch der Gartenbewässerung und lösche das Feuer in 0 Komma nix. Oh, Gott wie sieht es hier aus? Na ja, ruf ich nachher eine Firma an. Einmal Neustreichen bitte!
Ich hole meinen Rechner wieder aus dem Kofferraum und stelle ihn auf. Dann gehe ich erst einmal frühstücken. Es ist schließlich schon Zeit, so gegen um 6.
Muss ja bald Arbeiten.
Da fällt mir auf, hmm ich muss ja nicht mehr arbeiten. /(slash)clap! Na, umso besser, dann immer mehr zu auf rang 14 ….
Nach einer Woche intensiven Zoggens, nähert es sich zu meinem Rangup. Mittlerweile habe ich 10 kg runter. Irgendwie scheint meine Frau nicht dazu sein. Ich wusste gar nicht, dass sie verreisen wollte.
Jedenfalls gähnt die Leere des Kühlschranks mich an. Naja, vergessen wir das Essen halt, ist eh nicht wichtig. Irgendwelche Überreste, halb verschimmelte, finde ich bestimmt noch. Dann, es ist Dienstag. Nachts um 3 kommt eine Meldung „in 30 Minuten wird der Server heruntergefahren“ Na ja, morgen ist ja noch ein Tag und morgen kann ich dieses komische Krankheit „Reales Leben“ genannt wieder bekämpfen.
Jetzt haben meine Kofeeindosen und Redbullsessions mich vergessen lassen, dass ich diese lästige Krankheit habe. Doch plötzlich ein Riesenschrei im TS: „Fuck, der Server geht erst wieder am Donnerstag“. Oh nein, jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Unruhig knackse ich mal wieder mit den Fingern: Aber wozu hab ich irc und die vielen WOW – Foren. Labere ich da halt mit meinen Lieben und lade irgendwelchen Mist herunter. Nach einer weiteren Nacht per irc und langweiligem Foren durchlesen, geht endlich ein erleichterndes seufzen durch das TS.
Der Server geht wieder! Schnell eingeloggt und juchuuuuu rang 14 /(slash)freuen…
Aber was ist das für ein gelagge und wo ist her gott nochma meine volle ignore liste? Oh man, diese Leute, die das Ding erfunden haben…
Donnerstag sehe ich dann endlich nach 1 Woche intensiven Zoggens mal wieder das Badezimmer und pralle zurück. Nicht das es hier fruchtbar riecht, nein es stinkt bestialisch. Ich bemerke erst nachdem ich mich beschaue, dass der Geruch von mir kommt und werfe dann doch mal einen Blick in den Spiegel. Vor Schreck gehe ich einen Schritt rückwärts. Dieses Monster soll ich sein? Völlig fertig, mit verfilzten fettigen Haaren und einem Yetibart, glotzt mich aus zwei rotgeränderten Augen und völlig abgemagerten mein wahres Ich an.
Erst einmal lasse ich mir ein Bad ein und bürste meinen Körper mit einer Wurzelbürste ab, damit ich den Dreck der letzten Woche auch ja abbekomme. Nach dem Bad rasiere ich mich und kürze mir die Haare auf zwei Zentimeter. Schon sehe ich besser aus. Als ich in das Arbeitszimmer komme, haut es mich fast noch einmal um. Nicht das es riecht wie im Schweinstall, sondern dass es auch noch so aussieht.
Die Wände sind schwarz von dem Brand letzte Woche.
Der Teppich hat Wasserflecke, die Tapete schimmelt. Auf dem Boden leere Dosen und anderes Papier…Schnell reiße ich das Fenster auf und mache erst einmal Klarschiff, bevor ich eine Firma anrufe und beauftrage diesen Raum zu restaurieren.
Nach 3 Stunden intensiven Aufräumens und Lüftens, sieht die Wohnung wie aus dem Ei gepeilt aus.
Jetzt merke plötzlich, dass mir meine liebe Frau fehlt, und entdecke einen Zettel am Kühlschrank
„Mein Lieber, langer habe ich mit mir gehadert, ob ich diesen Schritt tun sollte.
Ich war für die Stromausfälle verantwortlich, um dich aufzuwecken. Leider wolltest du es nicht merken. Dir ist der Computer wichtiger wie ich. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Tatsache. Du weißt in einer Ehe, sollte es geben und nehmen geben, du hast nur genommen und mich wie den letzte Dreck behandelt. Ich habe beschlossen, erst einmal meinen Weg alleine zu gehen ohne dich. Bitte verzeih, wenn ich so sang und klanglos gegangen bin.
Ich liebe dich…
Mir schießen die Tränen in die Augen, aber nein ein Mann weint ja nicht. Schließlich rufe ich sie auf ihrem Handy an, eigentlich habe ich keine Hoffnung dass sie rangeht. Aber dann höre ich ihre sanfte, schöne Stimme die ich so sehr liebe. Ich erzähle ihr wie meine Woche ohne sie verlaufen ist und beteuere immer wieder wie sehr ich sie brauche. Endlich, sagt sie: „ja ich komme wieder“. Man, bin ich imba! Den Rechner würdige ich keines Blickes, bis sie vor der Tür steht. Jetzt soll es einen Neuanfang geben.
…………
9 Monate später:
Ich spiele immer noch WOW, aber habe mir eine begrenzte Zeiten gesetzt, weil ich jetzt Vater bin.
Unser Kind sieht aus wie ein kleiner Gnom, wir haben ihm dem Spitznamen Sprinkle gegeben.
FORTSETZUNG FOLGT
(…die Fortsetzung, da fehlte mir das gewisse extra)
Naja, ganz so crass wie in der Geschichte ist es nun nicht, aba es gibt viele Menschen denen dieses Spiel doch viel mehr bedeutet, als das was es is…!
2. Geschichte
HANNAH
Eines Tages beschloss Hannah, nicht mehr da zu sein.
Keiner wusste was los war, keiner wusste wo Hannah war, alle machten sich große Sorgen, aber keiner suchte wirklich nach ihr.
Komisch war es allen, aber Hannah, war immer eine verlässliche Person, also kein Grund sich Sorgen zu machen.
Doch die Zeit verging und irgendwann wurde man doch sorgenvoll, verständigte die Polizei und wartete ab.
Wo war Hannah?
Hannah wurde 1984 geboren in einem kleinen Dorf bei Fulda, der Vater trank, die Mutter war überfordert und vernachlässigte Hannah und ihr 6 Geschwister.
Eine entfernte Verwandte, die bei der Familie einmal zu Besuch war, war sehr ersetzt über die Zustände in Hannahs Familie und verständigte das Jugendamt.
Dabei blieb es aber dann auch.
Das Jugendamt, kam erst viel später mal zu Besuch, als sie feststellten, dass Hannah schulpflichtig war und nicht in der Schule angemeldet wurde.
„Vergessen“ so lautete mit einem Schulterzucken und einem Schluck aus der Schnapsflasche, die Antwort der Mutter.
Der Vater wurde von Jahr zu Jahr immer gewalttätiger, die Körper der Kinder waren immer mit blauen Flecken übersät.
„ Ach, die sind von der Treppe gefallen/ gegen ne Wand gerannt usw., sie wissen doch wie die Kinder heutzutage sind!“ lautete die Antwort nach einem wiederholten Schluck aus der Schnapsflasche.
Erst jetzt wurde reagiert. Alle 5 Geschwister wurden ins Heim gebracht. Natürlich unterschiedlich aufgeteilt.
Hannah gefiel es eigentlich im Heim, aber das Jugendamt war an einer schnellen Adoption interessiert. Sie war nämlich nicht mehr „klein“ und würde bald den Stempel aufgrund ihres Alters „nicht vermittelbar“ bekommen.
Schnell wurde ihr eine Familie zugewiesen, dort angekommen, durfte sie machen, was sie immer machen musste.
Die kleineren Kinder hüten, einkaufen, saubermachen und in die Schule gehen.
In der Schule wurde sie bald als doof abgeschrieben „Die redet ja nie“ „die kann ja nix“. Ihr machte das äußerlich nichts aus, aber in ihrem Innern zerbrach das kleine Herz bei jedem solcher Sprüche. Als die Fürsorgerin zu Besuch kommt, schaltet diese schnell.
Das stille blasse Mädchen wird wieder ins Heim zurückgebracht. Dort blühte sie auf, aber sprechen tat sie immer noch nicht wirklich.
„Sprachschwierigkeiten“ so hieß es und wurde in der Akte vermerkt. Dann kam eines Tages ein Ehepaar ins Heim.
Hannah guckte schon gar nicht mehr, wer da ist, sie spielte mit ihrer Puppe und war völlig vertieft in ihr Spielen. Die Erzieherin schaute zu ihr rüber und rief sie. Hannah kam und schaute aus großen braunen Augen das Ehepaar an. „Das werden vielleicht deine neue Eltern“ wurde ihr gesagt.
Hannah gefiel es zunehmend bei den Beiden in ihrem Häuschen im Grünen und wollte nicht mehr zurück.
„Ein Wunder“ so die Fürsorgerin, da Hannah mit ihren gerade 9 Jahre plötzlich wie ein ganz normales Mädchen wurde.
„Liebe“ so lautete die Antwort ihrer „neuen“ Eltern auf die Frage, wie sie das geschafft haben.
Sie wuchs und wurde größer, doch in ihrem Inneren war es oft schwarz und dunkel.
Mit 16 war ihre Jugend zu Ende, ihre Adoptivmutter starb an Bauspeichedrüsenkrebs und der Vater versteckte sich und hing den ganzen Tag seinen Gedanken nach. Hannah existierte für ihn quasi nicht mehr.
Hannah nahm das erste Mal Drogen, driftet in die Szene immer mehr rein und wurde bald heroinabhängig. Es fiel keinem auf, äußerlich war sie immer für alle da. Nicht die typische Drogenabhängige eben.
Mit 17 wurde sie schwanger, sie freute sich schon auf das Kind, aber durch ihre Sucht verlor sie das Kind. Keiner merkte etwas, keinen interessiertes es. Am Tag war Hannah ein fröhliches hübsches Mädchen, überall beliebt, in der Nacht wurde aus ihr ein düsteres Mädchen, vom Leben gezeichnet.
Vom Alkohol ließ sie die Finger, aber von den Drogen nicht. Erst mit 21 begegnete sie ihm. Den Mann, den sie für immer lieben würde. Er brachte sie von den Drogen los, verschaffte ihr einen Therapieplatz und hielt während der ganzen Entziehungskur zu ihr.
Auch ein Kind entstand aus der Beziehung. War sie nun glücklich?
Eines Tages beschloss Hannah nicht mehr da zu sein
Keiner wusste was los war, keiner wusste wo Hannah war, alle machten sich große Sorgen, aber keiner suchte wirklich nach ihr.
Komisch war es allen, aber Hannah, war immer eine verlässliche Person, also kein Grund sich Sorgen zu machen.
Doch die zeit verging und irgendwann wurde man doch sorgenvoll, verständigte die Polizei und wartete ab.
Doch wo war sie?
Hannah wachte auf aus ihrem Traum. Sie rieb sich die Augen und guckte verschlafen auf die Uhr. Erst 6 Uhr. In einer Stunde musste sie auf Arbeit, musste sich ja den Lebensunterhalt verdienen. Neben ihr auf einer kleinen Matratze lag ihre Tochter Jeany. Auf der anderen Seite lag ihr Mann. „Mit 23 Jahren schon verheiratet sein“ Brummte sie „man bin ich doof“
Leise packte die Sachen ihrer Tochter und auch ihre und beschloss, ein neues Leben zu beginnen.
Sie setzte sich in einen Zug und fuhr…sie wusste nicht wo sie hinwollte, sie wusste nur. „weg“
Weg von allem, weg vor sich selbst. Ein Glück, dass die Kleine noch nicht sprechen konnte. Was aus ihrem Mann wurde, war ihr irgendwie gleichgültig, er hatte sie einmal betrogen, er würde sie noch einmal betrügen. Sie wusste es, er wusste nicht das sie’s wusste. Er war einmal ihr Traumprinz, aber Hannah lernte schon von Kindheit an, dass Träume platzen, immer dann wenn sie am schönsten ist. In Hamburg stieg sie aus, ging zum Friseur und ließ sich ihre langen braunen Haare in einem modischen Kurzhaarschnitt schneiden, dann ließ sie diese umfärben ins blond.
Ihre nächste Station, war ein Secondhandladen, dort kaufte sie neue Anziehsachen und suchte nach einem weiteren bestimmten Laden und fand diesen.
Sie wusste, um etwas Neues zu beginnen, mussten auch Veränderungen sein. Sie ging zum Piercer und ließ sich ein Nasenpiercing und 2 Ohrringe stechen. Es tat zwar alles sehr weh, vor allem alles auf einmal, aber Veränderungen mussten wohl auch Schmerzen bringen. „Schmerzen sind gut“, dachte sie „so, vergesse ich alles“.
Ihre Kleine guckte sie mit großen Kulleraugen an, gluckste bei der Stimme ihrer Mutter und kuschelte sich an Hannah. Glücklich strich Hannah über den kleinen Körper. An einem Fahrkartenstand löste sie ein Ticket, nahm ihre Reisetasche und verschwand in ein Land nach irgendwo…
Keiner weiß wo sie ist, keiner sucht nach ihr. Vielleicht lebt sie in einem neuem Leben, vielleicht flüchtet sie weiter…Keiner weiß es, keiner würde es je erfahren.
Enstand in einer Nacht, wo ich viel nachdenken musste….
3. ein Gedicht!
Wie ein Gnom seine große Liebe fand!
Es war einmal Gnom,
der wollte auf ´n großen Thron,
doch da er so kurze Beine hatte,
war sein Streben ´ne hohe Messlatte!
Er ging durch die Welt von Azeroth,
und machte mehrere Mobs ganz tot,
doch fühlte er sich ganz allein,
sollte doch ein Fräulein bei ihm sein.
Doch nun da fing die Auswahl an, „du hast mir zu lange Ohren„, sprach er die Nachtelfe an.
Sie rümpfte nur ihr Näslein fein
Und sprach „Und du, du bist mir viel zu klein!!“
Als nächstes kam ne stramme Zwergenfrau,
„Vor dir hab ich Angst, du hast´n zu großen Vorbau„
Die Zwergenfrau kaum eines Wörtchens mächtig
Amüsierte sich sehr prächtig,
sie drückte ihn ganz herzlich dolle und viel
als se fertig war, war unser Gnom platt wie ein Stiel!
Schnell suchte er das Weite
„du bist mir doch ´ne zu Breite„
Auf seinem Weg kam ihm ne hübsche Menschin entgegen
Da schaute der Gnom schon sehr verlegen.
Alles war an ihr so wunderbar,
doch eins was ihn störte, war ihr Haar.
„Mach doch mal die haare auf,
du weißt doch, dass ich stehe darauf,
vielleicht biste ja
Hilde die Wilde?„
Doch diese eine Menschenfrau sprach
„Nein ich hab keine Lust so nach„
Das war dem Gnom doch viel zu bunt
Und tat mit einem lauten empörten Rufen kund:
„ich gehe jetzt du dumme Nuss,
und kriegen tust du von mir bestimmt keinen Kuss„
Auf seiner großen Wanderschaft
Brauchte er doch ganz schön viel Kraft.
Dunkle Nebelschwaden streiften über das Land
Da kam eine Untote, so weiß wie ne Wand.
Der Gnom sonst immer für Witze zu haben,
wollte kaum mehr was sagen,
auch seine Beinchen konnten ihn kaum noch tragen.
Er wurde ganz ganz blass
Sein Hemdchen war vor lauter Angst ganz nass.
„Du bist mir zu kalt und keine Knochen sind an dir dranne,
mit dir steig ich garantiert nie in eine Wanne„
So schnell ihn seine Stummelbeinchen aus dem finsteren Walde brachten
rannte er raus, so dass die Nähte seiner Kleidung krachten..
Auf diesen Schreck brauchte er n Bier
Fand aber kein Gasthaus nur´n weiblichen Stier.
Die Taurenkuh, muhte zwar wundervoll
Doch die Hörner fand er nicht so toll
Es piekste hier, es piekste da
Das war dann doch nicht so ganz wunderbar
Doch auch die Trollfrau, die er fand
Schlurfte nur doch Booty Bays Land
Sie würdigte ihn keines Blickes
„Nee, ich such mir lieber was schickes,
du gehörst nicht in mein Jagdschema„
die Trollfrau sprach nur „ach geh ma„
Der Gnom hatte keine Lust mehr zu reisen und zu suchen
Und wollte nur noch´n Greif rückwärts in die Heimat buchen.
Doch als er da beim Meister das nächste Bierchen kippte
Und mit seinen Beinchen wippte,
stand ein wundervolles Wesen bei ihm
er wusste plötzlich nicht mehr wohin.
Sie sprach ihn an „du netter Mann,
kannste mir sagen, wohin ich fliegen kann?“
Ihre wundervollen rosa Zöpfe hüpften rum,
Des Gnomens Herzen machte laut „Bum Bum“
„ich äh, ich öh, ich weiß nicht mehr wohin der greif nu fliegt„
„macht nix, ich brauch´n Mann, der mir ein bisschen Gold fürs fliegen gibt“
antwortete das schöne Wesen
„ich kann, ich kann…ich kann dir nix geben„
„och Schade, dann such ich mir´n anderen Macker,
mein Gold wird nämlich immer knapper und knapper„
mit diesen Worten spazierte sie fort
der Gnom ne? Der stand immer noch dort.
„ So Warte doch du holde Maid,
ich schwöre ab heute dir jeden Eid,
ich werde dir immer Geld geben
und dich immer in allen Situationen des Lebens pflegen,
nur bleib du schöne Gnomenfrau an meiner Seite
damit ich nicht wieder muss in die Weite„
Sie lächelte ihn nun richtig dolle an
Und sprach „ja, dich will ich als Mann„
Ab diesem Tag waren sie ein Paar
Und lebten/liebten sich von Jahr zu Jahr
Sie bestritten zusammen viele Abenteuer
Viele waren ihnen nie ganz geheuer..
Drum merket euch am meisten
Schuster bleibt bei euren Leisten! :p